Platten vor Gericht: Alpha Pony „The Neon Industries EP“

Vor kurzem sind wir im Netz auf ein nettes Review über die Neon Industries EP aufmerksam geworden. Bei Vynilgalore. Dabei handelt es sich um einen Berliner Musik-Blog, der stetig mit Informationen aus der schönen Welt der Unterhaltungsmusik gefüttert wird. Neben Rezensionen von Alben, wird man hier ebenso Konzertberichte, Anspieltipps, Interviews oder sonstige Neuigkeiten finden. Hier nun der Beitrag zu unserer EP…

„Noch lange vor einem ersten eigenen Album ist die EP so ziemlich das einzige richtige Lebenszeichen einer Band. Das doofe nur, EPs gibt es selten bei Mediamarkt zu kaufen, sondern irgendwie nur immer über die Band selber via MySpace oder auf den Konzerten. Es scheint daher umso wichtiger, dass sich eine solche rare Veröffentlichung in die Köpfe der Hörer einbrennt, denn das Ziel aller Bands liegt doch mitunter darin, viele Fans zu bekommen und alte Fans bei Laune zu halten.

Ein Musterbeispiel einer EP liefern die fünf Jungs von Alpha Pony ab. Ihr Erstling trägt den Namen „The Neon Industries EP“ und beinhaltet fünf energiegeladene und treibene Songs. Musikalisch bieten die Jungs aus Warburg auf den ersten Blick zwar nichts überraschend Neues, denn Indie-Rock mit Synthesizern hat man ja in letzter Zeit schon aus alle Ecken gehört, dass man diesen Sound schon jetzt als DEN Trend des Musikjahres 2010 bezeichnen könnte. Doch Alpha Pony schlagen dem Vorwurf des Trittbrettfahrens ein Schnippchen, wurde ihr Werk nämlich schon zu größten Teilen Ende 2009 entwickelt.
Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist der Sound definitiv am Zahn der Zeit. Die Melodien sind verspielt aber trotzdem leicht greifbar und machen jeden der Titel so unglaublich gut tanzbar. Die Texte dienen streckenweise eher der Ausschmückung der Tanzmelodien, was sich zum einen durch ihre Einfachheit und zum anderen durch ihre häufige Wiederholung zeigt. Ehrlich gesagt ist das aber auch gar nicht so fatal, denn den Großteil der Zeit erwische ich mich doch beim berauschten durch die Wohnung tanzen und im Rausch blendet man die Worte sowieso aus und lässt sich vom Beat treiben.

Der Takt wird zum Herzschlag und Textzeilen wie: „bandages, bandages, my heart is covered“, „get on, get on, your dancing shoes – show me, show me, your moves“ oder „I’m gonna kill you even twice, twice, twice“ mutieren nach mehrmaligen Hören zu Kampfansage auf der Bühne – die Band ist der König und alle im Volk müssen tanzen. Alpha Pony, das ist energiegeladener Indie-Pop am Rhythmus der Zeit, Musik die dich einfach mitreist und der du verfällst, wie zuckersüßem Weißwein. Das einzige was diesen Zustand unterbricht, ist die Tatsache, dass alle 22 Minuten jemand der CD wieder einen neuen Anschub geben muss.
Wer die fünf Jungs einmal in Aktion sehen will, kann sich >HIER< über ihre künftigen Auftritte informieren. Der Auftritt im Berliner Bang Bang Club sollte sich dabei von jedem Hauptstädter rot angestrichen werden, denn da wird der Laden auseinander genommen, also so tanztechnisch versteht sich.

Punkte: 7 von 10 – guter Sound, gute Songs, aber musikalisch nicht ganz so innovativ.
Anspieltip: Secret Sins und Moves "

Das Original gibt’s übrigens hier zu sehen

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