„…straight to the top, alter!“

Zur Abwechslung mal wieder mehr als ein Artikel im Twitter-Format: Der Nachtrag vom Wochenende in Lille!

Damit waren wir als Band erstmals auch im Ausland unterwegs: Eingeladen hatte uns das Konzertveranstaltungsteam „We-are Musikbox“ anlässlich des einjährigen Jubiläums der Musikbox. Und weil die Jungs ganz offensichtlich wissen, wie man feiert, war für dieses Wochenende schwer was geplant: Pony Pony Dj Set am Freitag im Supermarket Club und Konzert am Samstag im Bloom’s Cafè. Beides in Lille. Masterplan steht also!

Mit einer riesengroßen Vorfreude geht es zusammen mit Pierre, unserem Fotographen, am Freitag also von Kassel auf nach Lille. Nachdem wir in Belgien zweimal an dersellben Autobahnabfahrt vorbeigefahren sind, kommen wir erst gegen 1 an und sehen uns daher etwas in Eile. In zweiter Reihe vor dem Club geparkt, reingestürmt und am Ende zugeschaut wie die Thekenfrau gerade die ersten Biere in den Kühlschrank schiebt während ihr Kollege gerade die PA verkabelt. Erkenntnis Nummer 1: Hier fängt der Abend etwas später an. Also: „Kein Thema, tu ma Bier!“ und ganz entspannt auf den Abend eingestimmt.

Zweitens brauchen wir fürs allgemeine Wohlbefinden dringend was zu spachteln. Im Tanzlokal um die Ecke erklärt man uns, wo in Lille so die international hippen Frittenbuden stehen; 10 Minuten später gibt’s dann echte Premiumfritten.

Zurück im Club hat die MusikboxCrew uns schon geile Gesöffe hinter das DJ Pult gestellt. Jegliche anfängliche Befürchtungen zerstreuen sich beim ersten Blick auf den Dancefloor. Die Party ist in vollem Gange und die Leute haben Bock auf Club zerstören. Da gönnen wir uns heute wohl mal was…
Abgesehen davon, dass hier jeder ausrastet, ist das französische Partyvolk auch ne Runde kommunikativer. Innerhalb von einer Stunde haben wir mehr Leute kennengelernt und Namen gehört, als man sich merken kann. Daniele Messy Boy Zonza kennt das Problem und schreibt uns seinen Namen deshalb auf den letzten Kassenbon. Den Titel des coolsten Namens hat dieser Mann sich damit geischert.

Max schwingt sich hinter die Turntables, der Club berstet und wir haben unseren Spaß.
Mit Trinken und Salut-sagen geht das dann so weiter, irgendwann kommt die Erkenntnis, dass französisches Bier in der Literflasche optisch schon schwer was hermacht, im Prinzip aber eine ernsthafte Zumutung ist. Konditionstechnisch geht da nicht mehr allzu viel. Flavio, unser Gastgeber, bringt uns ins Bett und verschwindet selbst noch mal für ein paar Stunden zurück zur Party.

Am Samstag steppen wir gegen Abend mal rüber zum Bloom’s Café. Location ausgecheckt, jetzt wird eingeräumt. Die Show wird ein ziemlicher Erfolg. Dank multikulturellem Einfühlvermögen und visueller Üppigkeit heimsen wir uns schnell Sympathiepunkte bei den Franzosen ein. Was das Tanzen und Feiern angeht, sind die Leute hier offenbar nicht schwer zu animieren. Unsere letzten Brocken Französisch sparen wir uns für den dezenten Verweis auf unseren professionellen Merchandiseverkaufstresen auf.

Nach einer erstklassigen Show von Let it Bleed leert sich das Bloom’s Café dann leider umso schneller. Auch Alpha Pony sucht sich eine neue Aktivität und findet in der Dönerbude um die Ecke ganz großes Entertainment. Glücklicherweise haben wir einen Fensterplatz bekommen, von dem aus man nen astreinen Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite hat. Da machen sich grade knapp 10 Polizisten daran, mit einem mittelalterlichen Rammbock eine riesen Holztür einzurammeln. Ganz klar: Da geht’s um Drogen. Oder Zuhälter. Irgendwann passiert nichts mehr und wir fahren zurück zu Flavios Wohnung. X-Diaries zum Einschlafen, das war’ s für heute! Am nächsten Morgen tingeln wir zwecks neuer Fotos ein wenig durch Lille, bevor es dann wieder ab in den Backliner und auf die Autobahn geht. Ab jetzt wird es unspektakulär…

Es bleibt der Rückblick auf ein wundervolles Wochenende in Lille. Ganz besonderen Dank auch nochmal an das Musikboxteam: Wir kommen gerne wieder!

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